Musik hören im Internet: Radio, Spotify und Co für Einsteiger

13. Mai 20263 Min. Lesezeit
Musik hören im Internet: Radio, Spotify und Co für Einsteiger

Du wachst auf und willst Radio hören. Früher hast du einfach auf den Knopf gedrückt. Heute steht auf deinem Nachttisch ein Smartphone, und du fragst dich: Wie geht das jetzt eigentlich? Musik aus dem Internet — das klingt wie ein großer Aufwand, ist aber schneller erklärt, als du denkst.

Radio über das Internet

Der einfachste Einstieg ist das Radio. Du kennst NDR 90,3 oder Deutschlandfunk? Alle Sender, die du früher per UKW gehört hast, gibt es heute auch als App oder im Browser. Das Schöne daran: Der Empfang ist glasklar, egal wo du bist. Kein Rauschen mehr, wenn du in die Küche gehst. Du brauchst nur WLAN.

Lade dir die App deines Lieblingssenders aus dem App Store (beim iPhone) oder Play Store (bei Android-Handys). Suche nach "NDR 90,3" oder "Deutschlandfunk", tippe auf die App, und nach dem Installieren öffnest du sie. Meistens siehst du sofort den Knopf "Live hören". Tippen — und das Radio läuft.

Es gibt auch Apps, die viele Sender gleichzeitig abdecken. "Radio.de" ist so eine. Damit hast du NDR, WDR, Bayern 3, aber auch kleine Lokalsender aus dem ganzen Land. Praktisch, wenn du mal Heimatklänge von der Küste hören willst, obwohl du in Bayern bei der Tochter zu Besuch bist.

Spotify: Die große Musikbibliothek

Spotify ist der größte Musikdienst der Welt. Klingt groß, ist es auch — ungefähr 100 Millionen Lieder stehen da drin. Von Udo Jürgens über die Beatles bis zu den neuesten Schlagern. Alles, was du dir vorstellen kannst, ist drin.

Du kannst Spotify kostenlos nutzen. Dann hörst du zwischendurch Werbung und kannst nicht immer genau das Lied auswählen, das du möchtest. Wenn dich das stört, gibt es Spotify Premium für ungefähr 11 Euro im Monat. Ohne Werbung, und du kannst jedes Lied einzeln anwählen. Für viele Leute lohnt sich das, wenn sie gerne und viel Musik hören.

Das Beste an Spotify: Du kannst eigene Listen zusammenstellen. Nenne sie "Lieblingslieder Sommer 1975" oder "Für den Morgen" und sammle darin alles, was dir gefällt. Und wenn du mal keine Lust auf Auswählen hast, empfiehlt dir Spotify selbst passende Lieder. Klappt erstaunlich oft.

Wie war das früher?

Erinnerst du dich an Kassettenrekorder? Du hast eine leere Kassette eingelegt, Radio gehört und genau im richtigen Moment auf "Aufnahme" gedrückt. Hinterher waren die Lieder manchmal angeschnitten, und der Moderator quasselte rein. Das war 1980.

Heute funktioniert das anders: Du suchst ein Lied einmal, und es ist sofort da. Immer und überall. Keine Kassette, die leiert. Kein Band, das reißt. Das ist der große Komfort, den das Internet dir bietet. Der Nachteil: Es fühlt sich weniger besonders an, wenn alles sofort verfügbar ist. Manche Leute vermissen das Ritual, eine Platte aufzulegen. Das ist völlig in Ordnung — viele nutzen beides.

Und was sind Podcasts?

Ein Podcast ist wie eine Radiosendung, die du nicht zu einer bestimmten Uhrzeit hören musst. Jemand nimmt etwas auf, stellt es ins Internet, und du hörst es, wann du willst. Interviews, Geschichten, Krimis, Gartentipps — es gibt Podcasts zu fast jedem Thema.

In der Spotify-App findest du neben Musik auch einen Bereich für Podcasts. Such mal nach "Zeitzeichen WDR" oder "Geschichten aus der Geschichte" — dahinter stecken wunderbare Sendungen, die oft eine halbe Stunde dauern und zum Zuhören einladen. Viele Menschen hören sie beim Spazierengehen oder beim Kochen.

Wenn du Lust hast, das mal gemeinsam auszuprobieren: Bei verbunden.jetzt gibt es immer wieder Nachmittage, an denen wir unsere Handys mitbringen und zusammen Musik und Radio-Apps testen. Du findest vielleicht sogar ein paar neue Lieblingslieder dabei.

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