Video-Telefonie: Zoom, WhatsApp oder FaceTime — was ist am einfachsten?

6. April 20264 Min. Lesezeit
Video-Telefonie: Zoom, WhatsApp oder FaceTime — was ist am einfachsten?

Warum Video-Telefonie so wertvoll ist

Telefonieren ist schön. Aber jemanden dabei auch zu sehen, ist nochmal etwas anderes. Du siehst das Lächeln deiner Enkelin, die neue Frisur deiner Freundin oder den Hund, der im Hintergrund durchs Bild rennt. Video-Telefonie bringt Menschen zusammen, die nicht im selben Raum sein können.

Drei Apps werden dafür am häufigsten genutzt: WhatsApp, FaceTime und Zoom. Jede hat ihre Stärken. Hier erfährst du, welche für dich am besten passt.

WhatsApp Video: Der schnelle Weg

Wenn du WhatsApp schon nutzt, brauchst du nichts Neues zu installieren. Du öffnest einen Chat, tippst oben auf das Kamera-Symbol — und schon klingelt es beim anderen.

Was spricht dafür:

  • Du brauchst keine extra App und kein extra Konto
  • Funktioniert auf Android und iPhone gleichermaßen
  • Die meisten Menschen haben WhatsApp bereits installiert
  • Gruppenanrufe mit bis zu 32 Personen möglich

Wo es hakt:

  • Die Bildqualität ist nicht die beste, besonders bei langsamem Internet
  • Bei Gruppenanrufen wird es ab fünf Personen unübersichtlich
  • Kein Bildschirm-Teilen — du kannst dem anderen nicht zeigen, was auf deinem Bildschirm ist

Am besten geeignet für: Kurze Videoanrufe mit einzelnen Personen oder kleinen Gruppen. Wenn du einfach mal die Enkel sehen willst, ist WhatsApp die unkomplizierteste Lösung.

FaceTime: Für Apple-Nutzer gemacht

FaceTime ist auf jedem iPhone und iPad vorinstalliert. Die App öffnen, Kontakt auswählen, auf Video tippen — fertig. Die Bildqualität ist in der Regel sehr gut, und die Verbindung steht schnell.

Was spricht dafür:

  • Hervorragende Bild- und Tonqualität
  • Bereits auf dem Gerät vorhanden, keine Installation nötig
  • Einfach zu bedienen, auch für Einsteiger
  • Seit einiger Zeit auch für Android-Nutzer nutzbar — über einen geteilten Link

Wo es hakt:

  • Funktioniert am besten, wenn beide Seiten Apple-Geräte haben
  • Android-Nutzer brauchen einen Einladungslink und können keine eigenen Anrufe starten
  • Nicht gedacht für große Gruppenveranstaltungen

Am besten geeignet für: Videoanrufe innerhalb der Familie, wenn die meisten ein iPhone haben. Die Qualität ist spürbar besser als bei WhatsApp, und die Bedienung ist kinderleicht.

Zoom: Der Alleskönner

Zoom wurde während der Pandemie bekannt und wird seitdem für alles Mögliche genutzt — vom Familientreffen bis zum Vereinsabend. Es ist die flexibelste der drei Lösungen, braucht aber etwas mehr Einrichtung.

Was spricht dafür:

  • Funktioniert auf jedem Gerät — Smartphone, Tablet, Computer
  • Bis zu 100 Teilnehmer in der kostenlosen Version
  • Du kannst deinen Bildschirm teilen (praktisch, wenn dir jemand etwas zeigen will)
  • Gute Bild- und Tonqualität, auch bei vielen Teilnehmern

Wo es hakt:

  • Du brauchst ein Zoom-Konto (kostenlos, aber trotzdem ein Schritt mehr)
  • Kostenlose Meetings sind auf 40 Minuten begrenzt (bei mehr als zwei Personen)
  • Die Einrichtung ist etwas aufwendiger als bei WhatsApp oder FaceTime
  • Manche Teilnehmer brauchen beim ersten Mal Hilfe

Am besten geeignet für: Gruppen ab fünf Personen, regelmäßige Treffen mit fester Gruppe, Vereine und Stammtische. Wenn du an Online-Veranstaltungen teilnehmen willst, kommst du an Zoom kaum vorbei.

Der direkte Vergleich

WhatsAppFaceTimeZoom
EinrichtungKeine (schon da)Keine (Apple) / Link (Android)Konto erstellen + App laden
KostenKostenlosKostenlosKostenlos (mit Limits)
Max. Teilnehmer3232100
BildqualitätGutSehr gutSehr gut
Bildschirm teilenNeinJaJa
GeräteAlleVor allem AppleAlle

Meine Empfehlung für Einsteiger

Wenn du gerade erst anfängst mit Video-Telefonie: Fang mit dem an, was du schon hast. Hast du ein iPhone? Probier FaceTime. Nutzt du WhatsApp? Dann mach deinen ersten Videoanruf dort. Du musst nichts installieren, nichts einrichten, einfach loslegen.

Zoom lohnt sich, sobald du an Gruppen-Treffen teilnehmen willst oder regelmäßig mit mehr als vier Leuten gleichzeitig sprichst. Die Einrichtung kostet dich zehn Minuten — und danach funktioniert es genauso unkompliziert.

Das Wichtigste: Hab keine Angst vor der Technik. Bei den ersten Versuchen sieht man manchmal seine eigene Stirn statt des Gesichts, oder der Ton funktioniert nicht sofort. Das ist völlig normal und passiert jedem. Nach zwei, drei Anrufen hast du den Dreh raus.

Bei verbunden.jetzt nutzen wir Video-Telefonie für unsere Online-Treffen. Wenn du es einmal ausprobieren willst, komm einfach zu einer Plauderrunde dazu. Da helfen wir dir auch gern, wenn etwas nicht gleich klappt.

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