Online-Banking für Einsteiger: Sicher und bequem Bankgeschäfte erledigen

15. April 20264 Min. Lesezeit
Online-Banking für Einsteiger: Sicher und bequem Bankgeschäfte erledigen

Bankgeschäfte vom Sofa aus

Kontostand prüfen, eine Überweisung machen, den Dauerauftrag für die Miete anpassen — dafür musst du schon lange nicht mehr in die Filiale. Online-Banking geht vom Handy, vom Tablet oder vom Computer. Und es ist sicherer, als viele denken.

Wenn du bisher alles am Schalter oder am Automaten gemacht hast: Kein Problem. Hier erfährst du, wie der Einstieg funktioniert.

App oder Browser — was ist besser?

Du hast zwei Möglichkeiten:

Die Banking-App deiner Bank (auf dem Handy oder Tablet): Die meisten Banken haben eine eigene App — Sparkasse, Volksbank, ING, Commerzbank, Deutsche Bank. Du findest sie im App Store oder Play Store. Die App ist meistens übersichtlicher und schneller als die Website.

Online-Banking im Browser (am Computer): Du gehst auf die Website deiner Bank und meldest dich dort an. Funktioniert genauso, nur am größeren Bildschirm.

Beides ist sicher. Die App hat den Vorteil, dass du sie mit deinem Fingerabdruck oder per Gesichtserkennung öffnen kannst — das geht schneller als jedes Mal ein Passwort einzutippen.

So richtest du Online-Banking ein

Der erste Schritt führt tatsächlich noch in die Filiale — oder ans Telefon. Du musst Online-Banking bei deiner Bank freischalten lassen. Die Bank gibt dir dann:

  • Einen Benutzernamen oder eine Zugangsnummer
  • Eine Start-PIN, die du beim ersten Anmelden änderst
  • Informationen zum TAN-Verfahren (dazu gleich mehr)

Danach lädst du die App herunter oder gehst auf die Website, meldest dich an und richtest alles ein. Die App führt dich durch die einzelnen Schritte.

Was ist eine TAN und wofür brauche ich die?

TAN steht für "Transaktionsnummer". Das ist ein Einmal-Code, den du eingeben musst, wenn du Geld überweist oder Einstellungen änderst. Er sorgt dafür, dass niemand ohne dein Wissen Geld von deinem Konto bewegen kann.

Es gibt verschiedene TAN-Verfahren:

  • Push-TAN: Du bekommst die TAN direkt in einer separaten App auf dem Handy. Am weitesten verbreitet und am bequemsten.
  • SMS-TAN: Die Bank schickt dir eine SMS mit dem Code. Einfach, aber wird immer seltener.
  • Chip-TAN: Du steckst deine Bankkarte in ein kleines Gerät (TAN-Generator) und bekommst den Code darüber. Sehr sicher, etwas umständlicher.
  • Photo-TAN: Du scannst ein buntes Muster mit der App und bekommst die TAN. Ähnlich wie Push-TAN.

Welches Verfahren deine Bank nutzt, erfährst du bei der Einrichtung. Alle sind sicher — such dir das aus, das für dich am einfachsten ist.

Kontostand prüfen und Umsätze ansehen

Das Allererste, was die meisten nach dem Einloggen machen: schauen, wie viel auf dem Konto ist. Der Kontostand wird dir direkt auf der Startseite angezeigt. Darunter findest du die letzten Umsätze — also alles, was rein- und rausgegangen ist.

Du kannst die Umsätze durchblättern, nach bestimmten Beträgen suchen und dir Kontoauszüge als PDF speichern. Praktisch, wenn du mal einen Nachweis brauchst.

Eine Überweisung machen

  1. Tippe auf "Überweisung" oder "Neuer Auftrag"
  2. Gib den Namen des Empfängers ein
  3. Gib die IBAN ein (die lange Nummer, die mit DE anfängt)
  4. Trage den Betrag ein
  5. Schreibe einen Verwendungszweck dazu (zum Beispiel "Rechnung Nr. 12345" oder "Miete April")
  6. Prüfe alles nochmal — und bestätige mit deiner TAN

Die Überweisung wird meistens am nächsten Bankarbeitstag ausgeführt. Manche Banken bieten auch Echtzeit-Überweisungen an, die innerhalb von Sekunden ankommen.

Sicherheitstipps — das Wichtigste

Online-Banking ist sicher, wenn du ein paar Grundregeln beachtest:

  • Verwende ein starkes Passwort. Nicht "1234" oder dein Geburtsdatum. Eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Und für die Bank ein anderes Passwort als für alles andere.
  • Logge dich immer aus, wenn du fertig bist. Besonders am Computer.
  • Mach kein Banking in öffentlichen WLANs — nicht im Café, nicht im Hotel. Nutze dafür dein mobiles Internet oder dein WLAN zu Hause.
  • Halte dein Handy und deine Apps aktuell. Updates schließen Sicherheitslücken.

Was deine Bank NIEMALS tun wird

Das ist der wichtigste Abschnitt in diesem Artikel:

Deine Bank wird dich niemals per E-Mail, SMS oder Telefon nach deiner PIN, TAN oder deinem Passwort fragen. Niemals. Unter keinen Umständen.

Wenn jemand anruft und sagt "Hier ist Ihre Bank, wir brauchen Ihre Zugangsdaten zur Sicherheitsüberprüfung" — leg auf. Das ist Betrug. Egal wie echt es klingt, egal welche Nummer angezeigt wird.

Das Gleiche gilt für E-Mails mit Links wie "Ihr Konto wurde gesperrt, klicken Sie hier". Klicke da nicht drauf. Öffne stattdessen die App oder tippe die Adresse deiner Bank selbst im Browser ein.

Im Zweifel: Ruf deine Bank unter der Nummer an, die auf deiner Bankkarte steht. Nicht unter einer Nummer aus einer E-Mail.

Der erste Schritt ist der schwerste

Wenn du dich einmal eingerichtet hast, wirst du dich fragen, warum du es nicht früher gemacht hast. Kontostand in drei Sekunden prüfen, Überweisungen vom Sofa aus, kein Warten in der Filiale.

Falls du dich mit anderen austauschen willst, die den gleichen Schritt gerade machen: Bei verbunden.jetzt lernst du solche Dinge in guter Gesellschaft. Fragen stellen erlaubt, Tempo bestimmst du selbst.

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